AIRcelerate:
Volunteering-Einsatz in Gambia

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In den vergangenen Wochen hat die Dualstudentin Lena im Rahmen des Programms „AIRcelerate Operations“ von Austrian Airlines einen Volunteering-Einsatz in Gambia absolviert. Heute teilt sie mit uns ihre Eindrücke und nimmt uns auf ihre Reise mit.

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Servus, mein Name ist Lena, ich bin duale Studentin beim Austrian Airlines Programm „AIRcelerate Operations“. Bei dieser Ausbildung werden Theorie und Praxis optimal kombiniert und man bekommt eine weltweit einzigartige betriebswirtschaftliche Ausbildung, die einen auf eine Karriere in Österreichs größter Airline optimal vorbereitet. Das Studium enthält auch einen Einsatz in einem 4-wöchigen Help Alliance Volunteering Projekt im Ausland. Ich habe diesen vor wenigen Wochen in Gambia absolviert und freue mich euch das Land und die Menschen vorzustellen.

lena vorstellung final
lena mit kollegen

Lena mit Tobi, Freddie, Felix und Lasse bei der Übergabe.

Infos zum Projekt

Das Projekt in Gambia ist von der Stiftung „Sabab-Lou“ ins Leben gerufen und wird von der helpalliance, der Hilfsorganisation der Lufthansa Gruppe, unterstützt. Es handelt sich um eine Schule für landwirtschaftliche Ausbildung. Jugendliche werden hier zur Selbstständigkeit im landwirtschaftlichen Bereich ausgebildet. In unserer Zeit vor Ort durften wir unter anderem Fächer wie Teambuilding, Entrepreneurship oder Economics unterrichten. Bei diesem Volunteering-Einsatz waren wir insgesamt fünf duale Student:innen. Gemeinsam mit mir reisten Tobi und Freddie an. Nach drei Wochen haben wir dann an unsere Kollegen Felix und Lasse übergeben.

Vorbereitungen

Vor der Abreise hatte ich gemischte Gefühle – Respekt und Angst. Durch Erzählungen anderer Volunteers wussten wir, dass es beispielsweise nicht rund um die Uhr fließendes Wasser gibt, es extrem heiß ist und das Essen eine Herausforderung wird. Ich war bereits für mehrere Monate im Ausland und konnte dort auch schon genau solche Erfahrungen machen.

lena abreise

Via Dakar ging es in Gambias Hauptstadt Banjul.

Abreise

Wir flogen via Brüssel über Dakar nach Banjul. Nach insgesamt 10 Stunden Reise kamen wir in Banjul an. Nach einer 4,5 Stunden langen Fahrt kamen wir im Camp an. Wir legten einen kurzen Zwischenstopp in Farafenni ein, um ein paar Dinge im Supermarkt kaufen zu können. Aus dem Taxi ausgestiegen, spürte ich den ersten Kulturschock. Überall Menschen, Esel, Motorräder und Autos und die Verwendung der Hupfunktion kam nicht zu kurz. Es erinnerte mich etwas an Bali, einfach ein pures Verkehrschaos. Ich war sehr froh, als wir endlich im Camp angekommen waren.

Endlich angekommen

Da waren wir nun – irgendwo im Nirgendwo. Aber wir wurden sehr herzlich empfangen, was das Ankommen erleichtert hat. Trotzdem musste ich mich in den nächsten Tagen erst einmal daran gewöhnen, dass es nicht rund um die Uhr fließendes Wasser gab, man die Toilette auch mal mit einem Eimer spülen musste und ab sofort jeden Tag Reis auf dem Speiseplan stand. Das Essen war für mich, wie schon gesagt, keine leichte Angelegenheit, aber dennoch deutlich weniger herausfordernd als erwartet. Morgens gab es Baguette, entweder mit Omelette, Margarine oder Bohnen. Mittags stand ausnahmslos Reis und abends Salat mit Nudeln auf dem Speiseplan. Mittags aß ich fast nie etwas, weil es für mich einfach viel zu heiß war. Anfangs konnten wir Neuankömmlinge ohne Mittagsschlaf nicht durchhalten. Wir gewöhnten uns aber an die Hitze und irgendwann war es okay.

lena ankunft

Tagsüber kletterten die Temperaturen auf fast 40 Grad.

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Beim Unterricht im Camp.

Arbeit vor Ort

Wir haben verschiedene Module wie Teambuilding, Economics und Entrepreneurship unterrichtet. Der Unterricht war von Montag bis Samstag. Es gab eine Fortgeschrittene und eine Anfänger-Klasse. Am Anfang der Unterrichtseinheiten fiel es mir etwas schwer, wie ich den Stoff am besten vermitteln kann, aber nach ein paar Mal waren wir drei ein eingespieltes Team und sind gut vorangekommen. Wir starteten mit Teambuilding, um die Gruppe besser kennenzulernen und den Teamgeist zu fördern. Weiter ging es mit Lehrstoff bezüglich SWOT-Analysis, SMART- Goals, 4P’s uvm. Was natürlich auch nicht fehlen durfte, waren Matheaufgaben. Das Beibringen von diesen Aufgaben hat uns am meisten gefordert. Hier gab es zwischen den Schüler:innen auch sehr große Lernunterschiede.

Freizeitgestaltung

Abseits der schulischen Aktivitäten haben wir auch viel Zeit mit den Jugendlichen verbracht. Sei es bei der Ernte auf dem Feld, im Hühnerstall – immer mit vollem Einsatz beim Eiersammeln, bei Fußball, Kartenspielen oder einer Tasse Ataya Tee. Im Camp war immer was los und es wurde nie langweilig. Die Jugendlichen haben uns überall mit einbezogen und uns neue Dinge gezeigt, das fand ich wirklich schön.

6 Hühnerstall
lena freizeit gambia
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An einem Sonntag haben wir gemeinsam mit Angela, Madeline und Mr. David die katholische Kirche in Farafenni besucht. Ich habe diese Stimmung in der Kirche sehr geliebt, mit Gospelgesang und supergute Laune!

Besuch in Duta Bulu

In Duta Bulu haben wir gemeinsam mit den Kindern vor Ort Baobab Saft gemacht. Okay – Baobab kennt ihr nicht. Es ist eine Frucht, die am sogenannten Affenbrotbaum wächst. Der Geschmack dieser Frucht ist sehr säuerlich, ich mochte es nicht so gerne. Und so stellt man den Saft her: mit den Händen die Kerne aus der Frucht lösen, wobei man die Frucht in Wasser auflöst. Anschließend wird der Saft gesiebt, Mangopulver, Kondensmilch und gaaaaanz viel Zucker hinzugegeben. Geschmackserlebnis am Ende: süß! Die Diabetesrate in Gambia ist übrigens sehr hoch, die Frage warum – selbsterklärend. Nach einem langen Tag ging es dann für uns zurück ins Camp. Ich war von den vielen neuen Eindrücken total erschöpft.

lena saft baobab

Mein Resümee über diese besondere Reise

Nach dieser Zeit stelle ich mir natürlich die Frage, was ich aus dieser Zeit mitgenommen habe? Hier weiß ich nicht so recht, wo ich anfangen soll und schreibe einfach drauf los: Von den ersten Gedanken als ich in Gambia ankam „Wo bin ich hier und wann kann ich wieder nach Hause?“ zu meinem jetzigen Mindset was „Was mache ich in Deutschland und wann kann ich zurück nach Gambia?“, liegen eine Menge Gedanken, Emotionen und Eindrücke. Noch nie habe ich auf Reisen so liebevolle und freundliche Menschen getroffen. Die Zeit wird noch lange nachklingen. Viele meiner Einstellungen haben sich nachhaltig geändert und ich bin für jede einzelne Erfahrung, die ich machen konnte, sehr dankbar. Am meisten bewusst bin ich mir darüber geworden, wie klein eigentlich meine „first world problems“ sind und dass ich mir viel öfter vor Augen führen sollte, wie dankbar ich sein kann, dass ich das Leben habe, was ich habe. Viele Dinge gehen in unserem Alltag oft unter und wir vergessen Kleinigkeiten wertzuschätzen. Mir hat der Aufenthalt in Gambia die Möglichkeit gegeben, über viele Dinge nachzudenken, was mich im gleichzeitig auch herausgefordert hat. Diese Herausforderung brauchte es, um jetzt bewusst dankbarer zu leben.

Das AIRcelerate-Programm

Du interessierst dich für Betriebswirtschaft und teilst unsere Faszination für den Luftverkehr? Du strebst einen englischsprachigen Bachelor-Abschluss an, der Theorie und Praxis optimal kombiniert? Dann haben wir mit AIRcelerate genau das Richtige für dich! Eine weltweit einzigartige betriebswirtschaftliche Ausbildung, die dich auf eine Karriere in Österreichs größter Airline optimal vorbereitet.

Du bist interessiert? Bewirb dich hier bis zum 20.04.2022: AIRcelerate Duale Studierende Aviation Management (m/w/divers)

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