Die schönsten Weihnachtsgeschichten unserer Crew

Warum die Weihnachtszeit für unsere Crews so besonders ist und an welche Momente sie sich gerne zurückerinnern, das erfahrt ihr hier!

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Weihnachtszeit, du schöne Zeit!

Weihnachten - das Fest der Liebe, Ruhe und Besinnlichkeit. Jahr für Jahr freuen wir uns auf diese besondere Zeit, die schöner wohl nicht sein könnte. All der Stress und die Hektik des Alltags treten zumindest kurzweilig in den Hintergrund und wir widmen uns den wirklich wichtigen Dingen im Leben. Doch nicht nur am Boden erleben wir zu dieser Zeit im Jahr viele magische Momente, auch und besonders über den Wolken. Für unsere Crew, die selbstverständlich auch zur Weihnachtszeit ihr Bestes gibt, um allen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, ist diese Jahreszeit besonders schön. An welche Geschichten sie sich besonders gerne zurückerinnern, das verraten sie uns in ihren ganz persönlichen „Weihnachtsgeschichten“.

Crew vor einem Weihnachtsbaum
Der kleine Mann
Flugbegleiterin Viktoria

1. Weihnachtsgeschichte

Flugbegleiterin Viktoria:

Es war ein ganz normaler Flug von Moskau nach Wien. Unsere Maschine war an jenem Dezembernachmittag sehr gut gebucht und alle waren schon in Weihnachtsstimmung. Und dann war da auch er - unser kleiner spezieller Mann! Er war sechs Jahre alt, russischer Staatsbürger und reiste ganz alleine, um die Weihnachtsferien bei seiner Oma in Österreich zu verbringen. Bis zum Start zeigte er sich tapfer und aufgeweckt. Kurze Zeit später holten uns allerdings Passagiere zur Hilfe, da unser kleiner Gast fürchterlich weinte. Dicke Tränen kullerten über seine Wangen und seine Angst war nicht zu übersehen...

Wir holten ihn zu uns in die Bordküche und versuchten ihn, trotz sprachlicher Barrieren, zu beruhigen. Nach einigen Minuten spürte er sichtlich unsere Zuwendung, da die Tränen immer weniger wurden. Beim Service musste ich dann von meinen Kolleginnen vertreten werden, da unser kleiner Alleinreisender immer wieder zu weinen begann, sobald ich mich von ihm entfernte. Während des Fluges hatte er sich dann schon so weit beruhigt, dass er genüsslich Kekse essen und mit mir ein Spiel spielen konnte. Zur Landung setzten wir den kleinen Passagier in die letzte Reihe, damit er möglichst in unserer Nähe sein konnte. Für meine Kolleginnen und mich war es wie ein kleines Weihnachtswunder - trotz sprachlicher Barriere, Angst und Unvertrautheit ist es uns gelungen, unserem kleinen russischen Fluggast ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern!

Flugbegleiterin Julia mit Keksen
Der Eisregen
Pilot Martin

2. Weihnachtsgeschichte

Captain Martin:

Es ist schon einige Jahre her, aber ich erinnere mich noch gut an diesen Flug. Wir waren am Tag vor Weihnachten unterwegs nach Hamburg, der Hinflug war ruhig und problemlos. In Hamburg angekommen begann dann aber während des Turn Arounds ein leichter Regen, der schnell stärker wurde und sich schließlich als gefrierender Eisregen herausstellte. Das Unwetter brachte den gesamten Flugverkehr am Hamburger Flughafen zum Erliegen und ein Start des Rückflugs war unmöglich. Es herrschte große Ungewissheit, wie es nun weitergehen würde...

Da wir nicht viel tun konnten, mussten wir abwarten und einige Zeit am Gate verbringen. Wir erklärten den Passagieren die Situation und fanden heraus, dass ein großer Teil der Fluggäste auf der Heimreise nach Pristina, Tirana oder Sarajevo war. Sie hatten Angst, ihren Anschlussflug zu verpassen. Allgemein befürchteten wir alle, nicht rechtzeitig zum Weihnachtsfest nach Hause zu kommen. Die Zeit schritt voran, das Wetter wurde nicht besser und das Ende unserer erlaubten Arbeitszeit kam zusehends näher. Ein weiteres Problem: Wir waren nicht die einzigen gestrandeten Flüge. Ein Weiterfliegen war also auch bei Besserung des Wetters nicht garantiert. Zu Hilfe kam uns dann aber ein freundlicher Tower Controller, der uns die Nummer des zuständigen Wetterexperten in Frankfurt verriet.

Pilot Martin mit Schirm vor Weihnachtsbaum
Pilot Martin mit Schirm vor Weihnachtsbaum

Dieser freundliche Herr wiederum konnte uns auf wenige Minuten genau das Ende des Eisregens mitteilen. Mit dieser Information konnten wir Boarding, Start und Enteisen des Flugzeuges punktgenau vorbereiten und waren so in der Lage, zum frühestmöglichen Zeitpunkt in Hamburg zu starten. Noch während des Fluges haben wir die Station in Wien über die Anschlussflüge unserer Passagiere informiert und am Ende haben es alle geschafft, noch am selben Tag nach Hause zu ihren Liebsten zu reisen. Möglich war das am Ende aber nur, weil jeder mitgeholfen hat, sodass der Flug reibungslos von Statten gehen konnte. Ich hatte noch nie so viele glückliche Gesichter gesehen wie beim Aussteigen in Wien und noch nie so oft „Danke“ und „Frohe Weihnachten“ in vielen verschiedenen Sprachen gehört!

Der Rosenkranz

3. Weihnachtsgeschichte

Flugbegleiterin Sabine:

Mein ganz persönliches Weihnachtswunder trage ich immer bei mir. Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen! Ich bin damals gemeinsam mit meiner Crew kurz vor Weihnachten in den Südwesten Frankreichs abgehoben, nach Lourdes. Eine Situation, die mir vor allem auf dieser Strecke bisher nur selten begegnet ist, war ein randvoller Flieger mit Geistlichen. Der Flug verlief ruhig und überaus angenehm. Beim Service ist mir vor allem eine Dame aufgefallen. Eine Nonne. Sie hatte sich wohl eine Beschäftigung für den Flug gesucht und etwas in ihren Händen geknotet...

Flugbegleiterin Sabine
Flugbegleiterin Sabine mit Rosenkranz

Ich dachte zunächst sie häkelt vielleicht eine kleine Mütze, nachdem sich jedoch kein Häkelwerkzeug erahnen ließ, blieb ihre Beschäftigung bis zum Schluss ein Rätsel für mich. Sie befand sich genau in meinem Blickfeld und ich konnte meine Faszination nicht von ihr abwenden. Immer wieder mal hatte sie auch Blickkontakt zu mir aufgenommen und mich angelächelt. Als wir dann gelandet sind und das Deboarding unserer Fluggäste einleiten konnten, war es mir ein großes Anliegen, mich vor allem von dieser Dame verabschieden zu können. Sie hatte meine Hände genommen und mir einen selbstgeknoteten Rosenkranz mit den Worten „Gott schütze Sie auf all Ihren Flügen“ in die Hände gelegt. Ich war so gerührt, dieser Rosenkranz begleitet mich seit jeher auf jedem Einsatz!

Die Watte

4. Weihnachtsgeschichte

Flugbegleiterin Julia:

Ich persönlich liebe die Weihnachtszeit! Zu dieser Zeit im Jahr passieren so viele tolle Dinge - sowohl am Boden als auch in der Luft. Die Menschen sind meist besinnlicher und können die Hektik des Jahres hinter sich lassen. Das bringt mich auch schon zu meiner ganz persönlichen Weihnachtsgeschichte. Es war ein Nachtflug von New York in Richtung Wien am 23. Dezember. Die Stimmung der Passagiere war sehr gut und der Großteil wirkte zufrieden und entspannt. Alle haben sich auf den Rückflug gefreut und einige Gäste machten es sich bereits nach Erreichen der Flughöhe so richtig gemütlich.

schoenste-weihnachtsgeschichten-crew-flugbegleiterin-julia.jpg
Flugbegleiterin Julia mit Watte

Doch ein Kind konnte sich von dieser Besonnenheit nicht mitreißen lassen und weinte fürchterlich. Es kam einfach nicht zur Ruhe und hörte nicht auf zu weinen. Kurzerhand eilte ich zu dem Kind, um dem Weinen auf den Grund zu gehen. Dort angelangt sah ich dann nicht nur das arme Kind weinen, sondern auch die Mutter. Ich fragte sie, was denn los sei und wie ich ihnen helfen kann. Schluchzend antwortete die Frau: „Ich habe die Lieblingsdecke meines Kindes am Flughafen vergessen und ohne Decke kann sie nicht einschlafen!“ Für viele wohl kein Grund zur Panik, für die kleine Familie brach in diesem Moment allerdings die Welt zusammen. Doch ich wollte ihnen auf jeden Fall helfen und versuchte dem Kind alle möglichen Decken, die wir zur Verfügung hatten, schmackhaft zu machen. Jedoch ohne Erfolg...

Auch ich verzweifelte allmählich und fragte das Kind, was die Decke so besonders macht. „Meine Decke hat ganz viele Fusseln und ist schön weich“, antwortete das Mädchen. Ihr ging es also vor allem um das „Weiche“ und „Fusselige“ ihrer Decke. Ich überlegte und überlegte, wie wir mit den begrenzten Möglichkeiten etwas „Fusseliges“ auftreiben können und dann kam es mir schlagartig: Watte! Schnell holte ich aus meinem Handgepäck Watte und überreichte sie dem Kind. Es dauerte keine zwei Sekunden und das Kind dachte nicht einmal mehr an die Decke! Diese strahlenden und friedlichen Augen des Kindes werde ich nie wieder vergessen. Die Mutter war sehr erleichtert und hatte sogar Freudentränen in den Augen. Sie nahm meine Hand und sagte: „Sie sind ein wahrer Engel. Frohe Weihnachten!“

Flugbegleiterin Julia mit Watte
Crew am Rathausplatz in Wien

Vielen lieben Dank für das Teilen eurer ganz persönlichen Weihnachts-Highlights und die herzerwärmenden Geschichten! Für uns seid ihr die wahren Helden und Engel der Weihnachtszeit!

Austrian Airlines wünscht frohe Festtage

Wir hoffen, dass auch euch die Stories unserer Crew gefallen haben und ihr nun bereit für ein besinnliches Weihnachtsfest seid. Wir wünschen euch frohe Festtage und freuen uns darauf, euch bald wieder an Bord begrüßen zu dürfen!

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