Die 5 Phasen der Einflottung bei Austrian

Wie findet ein Einflottungsprozess bei Austrian Airlines eigentlich statt? Und welche wichtigen Checks finden statt? Wir verraten es euch!

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Galley ist nicht gleich Galley
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Phase 1 der Einflottung: Auswahlprozess

Bereits im Herbst 2018 musste unsere Austrian Technik die Ärmel für unser Phase-in-Projekt hochkrempeln. Denn lange bevor wir einen Vertrag für ein Flugzeug unterschreiben, ist es unser Technik Team, das – in Abstimmung mit Flugbetrieb, Netzwerk und Produkt – definiert, welche Spezifikationen Flugzeuge grundsätzlich haben sollten, um zu unserer Flotte zu passen. Dieser Prozess passiert meist parallel zu den nötigen Gremienbeschlüssen. Wenn das Asset Management fündig wird, müssen die Spezifikationen sämtlicher potenzieller „Kandidaten“ mit dem Technik-Team abgeglichen werden.

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Im aktuellen Fall ist es eine Besonderheit, dass zwei der vier Avianca Flugzeuge mit Sharklets ausgestattet sind. Diese Technologie bringt rund drei Prozent Treibstoffeinsparung pro Flug, und auch die Triebwerksgeneration ist neuer und effizienter.

Kosten, administrative und planungsrelevante Themen

Phase 2 der Einflottung: Detailanalysen

Wenn die Spezifikationen passen, dann macht sich ein Techniker-Team an die Detailanalysen, um notwendige Umbauten festzulegen und die Kosten über den Leasezyklus zu evaluieren. Diese Analysen umfassen unter anderem eine genaue Überprüfung des Wartungsstatus inklusive der Triebwerks- und Fahrwerksdaten sowie des Modifikationsstatus.

Besser einschalten und testen, als online durchblättern

Phase 3 der Einflottung: Preliminary Checks

Nach Abschluss des „Letter of intent“, in welchem wir unser grundsätzliches Interesse an einem Flugzeug bekunden, haben wir meist erstmals die Möglichkeit, die Flugzeuge im Rahmen eines „Preliminary Checks“ physisch zu besichtigen. Da man bei solchen Besichtigungen oft Überraschungen erlebt, ist es wichtig, diese Inspektion gut festzuhalten und sofern möglich den Flieger und die Systeme zu testen. Für den Check ist ein Team von Spezialisten aus den Bereichen Avionic, Cabin Engineering, Flugbetrieb, Wartung und Transition Management nach Goodyear gereist, ebenso für die zwei Juneyao A320 Flugzeuge nach Shanghai.

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Oft sind es Kleinigkeiten, die bei der tatsächlichen Besichtigung dann doch von der vorab erhaltenen Information abweichen. Diese müssen dann gut dokumentiert werden, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie Einfluss auf weitere Aktivitäten haben könnten.

Erst wenn alles ohne Komplikationen abläuft, sind wir zufrieden
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Phase 4 der Einflottung: Die heiße Phase

Mit dem OK aus der Technik startet die heiße Phase für unser Asset Management, denn jetzt werden die Verträge final ausverhandelt. Dabei geht es um konkrete Vertragsbestandteile zu den Themen Delivery Conditions, Übernahmeprozess, Auflagen zur Wartung der Flugzeuge, Rückgabekonditionen sowie kommerzielle und rechtliche Rahmenbedingungen. Die vier Flugzeuge, die zuvor bei Avianca geflogen sind, leasen wir für acht Jahre vom Lessor Aviation Capital Group. Die beiden ehemaligen Juneyao Flieger werden von Lufthansa gekauft und von uns intern angemietet. Der nächste Meilenstein, nach Finalisierung des Lease- oder Kaufvertrages, inklusive der vereinbarten „Delivery Conditions“, ist der Übernahmecheck.

Genauigkeit und Sicherheit stehen bei uns an oberster Stelle

Phase 5 der Einflottung: Übernahme

Neben Kabinenumbauten, erfolgt vor der Übernahme ein Bridging auf das OS Wartungsprogramm sowie ein C-Check und die Lackierung. Das alles passiert bei diesem Projekt gemeinsam mit einem externen Partner, immer unterstützt durch unsere Technik-Kollegen. In dieser Phase, werden die Kosten für die Herstellung der vereinbarten Delivery Conditions vom Lessor übernommen. Am Ende jedes Übernahmechecks wird gemeinsam mit dem Lessor ein Acceptance-Flug durchgeführt. Mit dabei war im Fall der ersten beiden Airbus der Technische Pilot der Flotte. Nachdem etwaige Findings dieser Testflüge korrigiert sind, geht es endlich an die Überstellung, die in diesem Fall vom Lessor durchgeführt wird.

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Bevor die Halterschaft offiziell an Austrian Airlines übergeht, wird noch eine Boroscope Inspection an beiden Triebwerken und der APU durchgeführt. Wir haben bei diesem Check zum Beispiel entdeckt, dass die APU beschädigt ist und der Defekt sofort behoben werden muss. Da das noch vor finaler Übernahme durch uns festgestellt wurde, gehen in diesem Fall sämtliche Kosten zu Lasten des Lessors. Natürlich braucht die Einflottung auch eine Vielzahl an Behörden-Genehmigungen, die teilweise vom Lessor, teilweise von Austrian eingeholt werden. Zudem wird ein detailliertes Wartungsprogramm in der Technik erstellt und muss genehmigt werden. Erst dann werden die Flugzeuge final übernommen und werden in unserer Flotte aufgenommen. Willkommen im Team!

Mit Austrian Airlines die Welt entdecken

Der Erstflug unserer OE-LZD fand im November 2019 statt. Nach und nach kommt so die neue Flotte zum Einsatz und bringt euch in Zukunft sicher von Stadt zu Stadt. Ihr habt Lust aufs Fliegen bekommen oder möchtet mit unserer neuen Flotte die Welt erobern? Kein Problem, euren nächsten Flug mit Austrian Airlines bucht ihr direkt hier:

Titelbild: © Hannes Winter

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