Eine Reise ans Ende der Welt: Der Flug nach Ushuaia

Nach mehr als fünf Monaten Vorbereitungszeit war es zum Jahreswechsel so weit: Unsere OE-LPB hob als Sonderflug von Österreich aus über Rio de Janeiro nach Ushuaia ab. Dieser Teil Argentiniens wird als Ende der Welt bezeichnet, denn Ushuaia ist die südlichste Stadt auf unserem Globus. Wir haben Flugbegleiterin Andrea N. viele Fragen zu dem besonderen Flug der Boeing 777 gestellt.

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Wie hast du von diesem besonderen Flug erfahren?

Ich beobachte regelmäßig und aufmerksam die möglichen Flüge in unserem Crewplanungstool . Als ich die Rio de Janeiro – Ushuaia – Flüge entdeckt habe , stand für mich fest: auf diesem Flug möchte ich dabei sein, man kommt nicht jeden Tag ans „Ende der Welt“! Gesagt – getan, bald war meine schriftliche Bewerbung auf dem Weg und es hieß abwarten.

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Wie hast du dich auf das Abenteuer Ushuaia vorbereitet?

Als ich die positive Antwort erhalten habe, dass ich Teil dieser Crew sein werde, habe ich mich sehr gefreut! Daraufhin habe ich intensiv im Internet recherchiert und umso mehr ich mich mit der Region Feuerland und Ushuaia beschäftigt habe, umso größer wurde die Vorfreude auf den Flug.


Die gesamte Crew hat sich vorab intensiv ausgetauscht, um die Planung zu koordinieren. Jeder Einzelne von uns beschäftigte sich intensiv mit unserer bevorstehenden Rotation, sodass wir alle sehr rasch Ushuaia und Rio de Janeiro-Experten waren.

Da bei solchen Sonderflügen, verglichen mit einem normalen Linienflug sehr viel „non-standard“ abläuft, war ich froh, dass wir sowohl im Cockpit als auch in der Kabine hervorragende Führungskräfte an Bord hatten. Doris E. war gemeinsam mit Richard H. für die Kabine verantwortlich und im Cockpit hat sich unser Kapitän Christoph B. gemeinsam mit Copilot Maurice H. monatelang sehr intensiv mit der Vorbereitung dieser Flüge beschäftigt.

Zwischen Cockpit- und Cabin Crew herrschte in den Wochen vor dem Flug sehr reger Informationsaustausch und so wurden gemeinsam noch die einen oder anderen kleineren Hürden rasch gelöst. Wir waren das perfekte Team für Ushuaia, was sich auf der gesamten Rotation immer wieder klar gezeigt hat.

Was waren für dich die Highlights?

Eindeutig die großartige Zusammenarbeit der gesamten Crew! Es war toll zu erleben, was wir gemeinsam alles schaffen konnten. Zum Beispiel am Boden, denn hier war unser aller Einsatz besonders gefragt: Egal ob es das Überziehen der Pölster war, oder das Wechseln unserer Cateringcontainer, jeder war zur Stelle wo es etwas zu tun gab. Schon vorab wussten wir, dass die Turnaroundzeiten knapp bemessen waren. Durch unser Engagement und der tollen Unterstützung der Stationskollegen vor Ort haben wir es geschafft, unsere B777 schneller als erwartet wieder für den Abflug startklar zu machen. Darauf sind wir richtig stolz.

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Ein weiteres Highlight war auch Rio de Janeiro – denn dort haben wir ins neue Jahr gefeiert. Durch unsere Vorabrecherchen wussten wir, dass man sich in Rio zu Silvester ganz in weiß kleidet. Wir haben uns in Schale geworfen und direkt am Strand das atemberaubende Feuerwerk bewundert – und das mit unseren Füßen im Sand.

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Welche Eindrücke konntest du in der kurzen Zeit in Ushuaia sammeln?

Als die Flugzeugtüren in Ushuaia geöffnet wurden, hat man uns mit offenen Armen empfangen. Sogar das Reinigungspersonal trat uns mit einem Lächeln im Gesicht entgegen. Wir wollten alle ein bisschen antarktische Luft schnappen und haben uns für diverse Fotos vor unserem Flieger versammelt. Im Hintergrund die schroffen Bergketten und das Tor zur bitterkalten Antarktis: Was war das für eine Kulisse!

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Durch Gespräche mit den Angestellten vor Ort merkte man schnell die Verbundenheit, die sie zu ihrer Heimat haben. Ihre Haupteinnahmequelle ist die Fischerei und der steigende Tourismus kommt ihnen zu Gute. Die kurze, aber intensive Bodenzeit am „Ende der Welt“ hat mich sehr beeindruckt und eines ist sicher: Ich war nicht das letzte Mal dort!

Was haben die Passagiere von ihrer Antarktis-Reise erzählt?

Viel Eis, beeindruckende Natur, atemberaubende Lichtspiele und natürlich eine abwechslungsreiche Tierwelt, das ging primär aus den Gesprächen hervor. Es sei auch ein nervenaufreibendes Erlebnis, wenn man bei rauer See die Drake Passage (die Passage zwischen Südamerika und der Antarktis) durchquert, wo das Meer so wild sein kann, dass einem das Gehen schwerfällt und man sich in der Nacht ans Bett klammern muss . Aber die Antarktis scheint die Menschen wahrlich in ihren Bann zu ziehen und manche waren bereits „Wiederholungstäter“.

Wenn du eine Austrian Airlines Maschine chartern könntest, wohin würde sie fliegen?

Da muss ich nicht lange nachdenken: eindeutig in die Südsee mit einer 777. Da war Austrian Airlines auch noch nie. Aber wer weiß – was nicht ist, kann ja noch werden.

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Was für ein Erlebnis – vielen Dank, liebe Andrea, dass du uns daran teilhaben hast lassen.

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