Reiseführer Boston

Kultur, Natur, Kulinarik oder doch lieber Sport? Die US-Stadt Boston hat für jeden etwas zu bieten! Flugbegleiterin Katrin zeigt uns die Highlights ihrer zweiten Heimat.

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Mit Austrian Airlines nach Boston!

Am 29. März 2020 eröffnen wir unsere neue Flugstrecke nach Boston. Die Küstenstadt in Massachusetts steht etwas im Schatten glanzvoller Metropolen wie New York oder Chicago. Katrin, Junior Flight Attendant bei Austrian Airlines, findet: völlig zu unrecht! Für sie ist die Stadt nach einem Au Pair-Jahr zur zweiten Heimat geworden. Welche Vielfalt in Boston steckt und was man unbedingt erleben muss, verrät sie uns hier.

INFO

Austrian Airlines fliegt ab dem Sommerflugplan bis zu 6x pro Woche von Wien nach Boston.

Was verbindet dich mit Boston?

Am 14. Juli 2014 stand ich mit meinem Koffer am Flughafen Wien und war etwas wehmütig, mich von meiner Familie zu verabschieden, aber auch voller Vorfreude auf mein Au Pair Jahr in den USA. Es sollte nach Boston gehen. In der Küstenstadt im Bundesstaat Massachusetts hatte ich eine Gastfamilie gefunden, die ich über eine Au Pair Organisation kennengelernt hatte und auf Anhieb sympathisch fand.

Boston? Die anderen Au Pairs hatten ihre Gastfamilien in New York, Kalifornien oder Chicago gefunden. Anfangs konnte ich nicht so viel mit dieser Stadt und der Region anfangen, also recherchierte ich ein wenig und meine Vorfreude stieg.

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Im Juli, einen Monat nach der bestandenen Matura, war es soweit: Nach drei „Orientation-Days“ in New York brachen alle angehenden Au Pairs entweder per Zug oder Flugzeug in die Städte ihrer Gastfamilien auf. Für mich ging es mit dem Zug von der Penn Station in Manhattan zur South Station nach Boston. Nach etwa drei Stunden Zugfahrt durch die Bundesstaaten Connecticut und Rhode Island kam ich spät abends an und wurde von meiner Gastfamilie abgeholt. Wir fuhren durch Downtown und ich bekam eine kleine Tour durch die Stadt, vorbei am Public Garden, damit ich einen ersten Eindruck von meinem neuen Zuhause erhalte. Die vorbeiziehenden, schillernden Lichter dieser Großstadt sowie die alten Gebäude inmitten von Bürogebäude zogen mich gleich in ihren Bann.

Wann ist die beste Reisezeit für Boston?

Das Klima der Stadt ist wechselhaft und zeichnet sich durch teilweise sehr kalte und schneereiche Winter als auch sehr heiße und schwüle Sommer aus. Boston hat einige schöne Strände, die im Sommer sehr gerne von den Einheimischen zum Baden besucht werden. In den Sommermonaten Juli und August verbringen viele „Städtler“ die Zeit in ihren Ferienhäusern in den Nachbarstaaten und am Land, zum Beispiel auf der Halbinsel Cape Cod oder in Maine, dem nordöstlichen Bundestaat. Cape Cod zeichnet sich besonders durch die langen weißen Sandstrände aus. Die schönste Jahreszeit ist der Herbst, im Nordosten der USA auch bekannt als „Indian Summer“.Die Temperaturen sind zu dieser Jahreszeit, zwischen September und November, angenehm warm und die prächtigen, bunten Herbstfarben der Wälder sind definitiv eine Reise in die Region und die umliegenden Staaten (New Hampshire, Maine, Vermont) wert.

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Welche kulturellen Highlights erwarten uns in Boston?

Boston wurde 1630 von den englischen Puritanern gegründet und zählt zu den ältesten Städten der USA. Durch die Kultur und die Stadtentwicklung, welche die „Neu-Engländer“ in ihre neue Stadt brachten, zählen Boston und die umliegenden Regionen und Orte wohl zum europäischsten Teil der Vereinigten Staaten. Viele werden Boston vielleicht auch mit der Boston Tea Party verbinden, welche als eines der auslösenden Ereignisse des amerikanischen Revolutionskrieges gilt. An dieser Stelle möchte ich als Tipp einen Besuch auf der USS Constitution (gebaut 1794), das zweitälteste Kriegsschiff der Welt, empfehlen, das im Bostoner Stadtteil Charleston kostenlos zu besichtigen ist.

Boston ist zum einen durch das Banken- und Geschäftsviertel in der Innenstadt geprägt, zum anderen gibt es etliche Universitäten und Colleges, die Studenten aus der ganzen Welt in die Stadt ziehen. Die wohl bekanntesten von ihnen sind die Harvard Universität und das MIT im Stadtteil Cambridge. Ich selbst hatte die Möglichkeit, ein halbes Semester auf der Harvard Universität Kurse zu besuchen und kann jedem Besucher empfehlen, mit der roten U-Bahn Linie zur Harvard Station zu fahren. Hier findet man sich auf einem belebten Platz mit vielen in Fußnähe liegenden Cafés und Restaurants wieder, und natürlich dem bekannten Harvard Yard.

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Ebenfalls für Erstbesucher empfehlenswert ist der Freedom-Trail, eine 4 Kilometer lange „Besichtigungsroute“, die am Boden durch rote Ziegelsteine und andere Markierungen gekennzeichnet ist. Diese Route startet im Boston Common, dem ältesten Stadtpark der USA, und führt an 16 Orten und Gebäuden vorbei, die die amerikanische Geschichte und jene der Unabhängigkeitskriege „erzählen“. Hierfür sollte man etwa zwei Stunden Zeit einplanen. Die Route führt auch am Old State House, dem Quincy Market und dem Faneuil Marketplace, einer Halle voller Essen-Stände, vorbei.

Welche kulinarischen Highlights kann man in Boston erwarten?

Boston hat auch einiges an kulinarischen Schmankerl anzubieten. In der schon erwähnten Faneuil Market Hall am Quincy Market findet man viele herzhafte Speisen und auch Süßes. Wenn einem Meeresfrüchte liegen, sollte man zumindest einmal die in Neuengland sehr bekannte Clam Chowder probieren, eine cremige Gemüsesuppe mit Muscheln. Sonst würde ich die Küche als sehr international bezeichnen. In den hübschen Gassen des North End kommen Liebhaber von italienischer Küche und gutem Kaffee auf ihre Kosten, da hier zahlreiche mediterrane Restaurants und Cafés mit wirklich tollem Espresso zu finden sind.

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Zu meinen Lieblings-Restaurants in Downtown für Frühstück und Brunch zählen das „The Paramount“ und „The Friendly Toast“. Abends findet man zahlreiche Bars und Lokale auf der Boylston Street auf der ich besonders das „Parish Café“ empfehlen kann. Hat man Heißhunger auf Schokolade, Nachspeisen und Süßes sollte man unbedingt bei Max Brenner vorbeischauen und sein Glück auf einen Sitzplatz versuchen. Für einen Absacker nach dem Essen geht es dann in die mexikanische „Lolita Bar“ oder in die „Earls Kitchen & Bar“ im Prudential Center.

Worauf können sich Naturliebhaber in Boston freuen?

In Konkurrenz zum Central Park in Manhattan steht der Public Garden und der angrenzende Boston Common. Inmitten des wunderschönen Public Garden ist ein kleiner See, bei dem man sich Schwanen-Tretboote ausborgen kann. Der Park ist im Frühling besonders schön und in der schönsten Jahreszeit der Region: dem Herbst. Wer’s eher gemütlich mag oder eine Pause einlegen möchte, kann sich auf einer der zahlreichen Parkbänke ausruhen und das Parktreiben beobachten. Besonders bekannt sind die äußerst frechen und zahlreichen Eichhörnchen, die „zutraulich“ auf einen zulaufen und gerne die eine oder andere Knabberei abstauben wollen. Hier ist Vorsicht geboten, da die kleinen, süßen Nager natürlich auch beißen können.

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Vom Park aus ist es nicht weit in eines der schönsten Viertel der Innenstadt – Beacon Hill. Wie der Name schon verrät, liegt dieses Viertel auf einer kleinen Anhöhe. In einer unscheinbaren Seitengasse ist die wohl bekannteste und vielleicht auch meistfotografierte Gasse der Stadt zu finden: die Acorn Street. Diese enge, kleine Gasse zeichnet sich durch ihr noch vorhandenes Kopfsteinpflaster aus, die sie als eine der wenigen Gassen in Boston noch beibehalten hat. Gleich um die Ecke liegt auch das Massachusetts State House, der Sitz der Regierung des Staates, welches durch seine vergoldete Kuppel besticht und bei Nacht sehr sehenswert beleuchtet ist.

Als letzte Empfehlung möchte ich noch den Hafen erwähnen, den man ebenfalls nach einem gemütlichen Spaziergang erreichen kann. Von hier aus starten auch die bekannten Whale Watching Bootfahrten, die bei ruhiger See absolut zu empfehlen sind! Nach einer kurzen Fahrt aufs offene Meer können mit etwas Glück Buckelwale in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden. Hier empfiehlt es sich, Tickets im Vorhinein zu buchen. Vom Hafen aus erreicht man in etwa 15-20 Gehminuten den kleinen Fan Pier Park. Gleichzeitig hat man dort meiner Meinung nach die schönste Aussicht auf die Skyline.

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Womit können Sportbegeisterte in Boston rechnen?

Sport wird in Boston ganz großgeschrieben. Insbesondere während der letzten Jahre erfreute man sich immer wieder über die zunehmenden sportlichen Erfolge in der Stadt. Sei es Baseball oder Football – die Bostoner sind stolz auf ihre Sportgruppen! Das zeigt sich vor allem bei den Straßenparaden während eines Matches oder nach einem Erfolg. Wer solch einen Umzug mal miterlebt hat, der spürt sofort die sportliche Leidenschaft der Einwohner. Ganz hoch im Rennen sind die Red Sox (Baseball), Bruins (Eishockey), Patriots (Football) oder Celtics (Basketball). Der Besuch eines Baseball-Spiels im Fenway Park darf somit während einer Boston-Reise nicht fehlen.

Laufbegeisterte kommen in Boston ebenfalls auf ihre Kosten. Der Charles River ist der ideale Ausgangspunkt für eine sowohl auspowernde als auch spannende Laufroute. Startend an der Boston University Bridge und weiter über die Longfellow Bridge, kann man während seiner Strecke einiges entdecken: das MIT, die Boston University oder auch den Esplanade Playground, wo man eine kurze Pause im Grünen einlegen kann. Am dritten Montag im April findet zudem jedes Jahr der Boston-Marathon statt. Zahlreiche Laufbegeisterte aus der ganzen Welt kommen Jahr für Jahr in die Hafenstadt, um an einem der beliebtesten Marathons der Welt teilzunehmen. Begleitet wird das Lauf-Event durch zahlreiche Zuschauer, die ihr Bestes geben, um alle Läufer zu motivieren. Eine anschließende Party rundet dann den Tag perfekt ab und versetzt die ganze Stadt in gute Stimmung.

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Von wo aus hat man den besten Blick über Boston?

Das Prudential Center vereint einiges unter seinem Dach: Es beheimatet zum einen eine kleine Mall mit Essensmöglichkeiten, zum anderen ist es ein Bürogebäude mit einem Skywalk im 50. Stock, der einen 360°- Überblick über die Stadt bietet. Zwei Stockwerke darüber liegt das Top of the Hub, ein (eher kostspieligeres) Restaurant mit tollem Ausblick auf die Stadt.

Boston hat für jeden Geschmack etwas zu bieten! Mit viel Geschichte, einem guten Mix aus Altem und Modernen, wo Kopfsteinpflaster auf Wolkenkratzer treffen, den unterschiedlichsten Nachbarschaften und zahlreichen Möglichkeiten, seine Freizeit zu gestalten, ist Boston eine der unterschätztesten und spannendsten Städte der USA. Danke, liebe Katrin, für deine tollen Insidertipps zu Boston! Wenn ihr jetzt Lust auf die Stadt an der nordamerikanischen Ostküste bekommen habt, dann bucht direkt hier euren Flug mit Austrian Airlines:

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