Teneriffas traumhafter Norden

Teneriffa hat zwei Seiten. Den Süden mit großen und beliebten Urlaubsorten. Und den Norden mit alten Kolonialstädten, mit weiten Bananenplantagen und mit versteckten, intimen Stränden. Alberto del Hoyo, der Spross einer alten kanarischen Familie, hat uns die Schönheiten des Nordens gezeigt.

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Wild, dramatisch, üppig, mit Bergen, Schluchten, Wäldern, Palmen und mit pittoresken Kolonialstädten und schönen Haziendas – trotz seiner Vielfalt, ist der Norden der Kanareninsel noch weitgehend unbekannt. Wer könnte uns dieses subtropische Paradies also besser näherbringen als jemand, der sein halbes Leben auf der Insel verbracht hat?

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Was für ein Ausblick!

Wir blicken aus dem Fenster der Hacienda de las cuatro Ventanas und sehen endlose Bananenplantagen, dazwischen weiß getünchte Häuser und am Fuß des Hügels das tiefblaue Meer und einen schwarzen Sandstrand. In der Ferne brechen hohe, weiße Wellen und Surfer reiten diese auf ihren Brettern. Die Farben sind surreal: satte Grüntöne, Blau in allen Schattierungen, das undurchdringliche Schwarz und das glänzende Weiß. Für einen Moment vergessen wir, wo wir sind, und denken an Mauritius. Aber wir befinden uns tatsächlich an der nördlichen Küste von Teneriffa. Es ist einfach ein Traum!

Alberto erzählt uns, dass seine Vorfahren zu den Ersten zählten, die Ende des 15. Jahrhunderts aus Spanien auf die Insel kamen, um hier zu leben. Er selbst hat Teneriffa als junger Mann verlassen, um in Madrid zu arbeiten. Die Insel hat ihn allerdings nicht losgelassen und Alberto ist schlussendlich wieder zurückgekehrt und hat über die Jahre hinweg ein altes Familienanwesen renoviert. Viel Arbeit und noch mehr Leidenschaft hat er in dieses Projekt gesteckt und ist stolz, die traditionelle Hazienda mit modernem Touch nun Gästen für ihren Aufenthalt auf Teneriffa anbieten zu können.

Albertos Tipps für Teneriffas Norden

Der Spanier kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus, als wir ihn nach seinen Tipps für den nördlichen Teil der Insel fragen. Er kennt die gesamte Insel in- und auswendig, aber im Norden fühlt er sich zu Hause und zeigt diesen auch gerne Besuchern.

Er nimmt uns auf eine kleine Reise durch den Norden mit, um uns seine Lieblingsplätze zu zeigen. In seinem Offroadauto fahren wir ins Anaga-Gebirge, das sich im Nordosten der Insel befindet. Alte Ortschaften und Häuser, die in die Berge gebaut wurden, sowie einsame Strände zieren die Straße, die wir entlangfahren. Immer wieder passieren wir traditionelle Kneipen wie den Casa Paca in der kleinen Ortschaft Benijo. Wir halten an und genießen frischen Fisch auf der kleinen Terrasse, von der wir aufs Meer sehen können.

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Santa Cruz de Tenerife

Unsere Reise geht weiter und führt uns in die Hauptstadt der Insel: Santa Cruz de Tenerife. Die Stadt als schön zu bezeichnen wäre gewagt, denn viele Bausünden wurden hier in der Vergangenheit begangen. Namhafte Architekten haben daher in den letzten Jahren den Auftrag erhalten, das Stadtbild zu verschönern. So entstanden erst kürzlich das Kunstmuseum Tenerife Espacio de las Artes (kurz TEA genannt), das Auditorio und das Centro Internacional de Ferias y Congresos. Das Auditorio, dessen markante Betonhaube über dem Konzerthaus zu schweben scheint, gilt heute auch als das neue Wahrzeichen der Stadt. Der zentrale Platz – der Plaza de España – wurde ebenso städtebaulich überarbeitet und verbindet Altstadt und Hafen.

Verträumte Dörfer und Ortschaften und ein mächtiger Vulkan

Aber viel schöner sind die kleinen Ortschaften und Dörfer, die auf den Hügeln im Norden zu finden sind und von deren historischer Bausubstanz mehr erhalten ist. Als wir in Garachico ankommen, sind wir auf Anhieb begeistert! Im 16. und 17. Jahrhundert war es der wichtigste Hafen der Kanaren und für den Handel zwischen Europa und Amerika ein strategischer Ausgangspunkt. Damals nannte man Garachico auch Puerto Rico, also reicher Hafen.

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Wir nehmen unsere Reise wieder auf und fahren zuerst am wildromantischen Bergdorf Masca, im Westen des Teno-Massivs vorbei, bevor wir in La Orotava ankommen. Dort bewundern wir die gut erhaltene Stadt und bestaunen in der Ferne den Teide, den höchsten Berg Spaniens. Er misst 3718 Meter und ist - wie auch die anderen Kanarischen Inseln - vulkanischen Ursprungs. Die Kraterlandschaft, die sich durch die Lava geformt hat, ist imposant und scheint endlos zu sein. Vor unserem inneren Auge erscheinen plötzlich Jedis und Wookies, die wie in „Star Wars“ um die Freiheit kämpfen. Der Vulkan hat über Jahre durch seine Ausbrüche eine mond- oder marsähnliche Landschaft geschaffen. Sie ist so eindrucksvoll und einzigartig, dass die UNESCO sie zum Weltnaturerbe ernannt hat. Wir sind überwältigt und eigentlich wollen wir gar nicht mehr von der Insel weg.

Was für eine abwechslungsreiche Insel Teneriffa ist! Hier findet ihr die auch gleich die passenden Flugverbindungen:

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